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Weihnachten in Sapporo, Japan

Bild des Benutzers David K.
Auf dem Weihnachtsmarkt in Sapporo

Viele von Ihnen verbringen Weihnachten traditionell zu Hause. Das ist bei mir und meiner Frau Farah eigentlich auch so. Aber letztes Jahr war alles anders, denn da haben wir Weihnachten in Sapporo verbracht. Sapporo liegt in Japan, und zwar auf Hokkaido, der nördlichsten der Hauptinseln Japans, und ist auch die Partnerstadt München.
Aber was bedeutet Weihnachten eigentlich in einem fremden Land? In Japan ist das gar nicht einmal so einfach zu beantworten, da Japan in der Mehrheit buddhistisch und schintoistisch ist. Und deswegen waren wir uns nicht sicher, wie wohl Weihnachten dort gefeiert wird.

Münchner Weihnachtsmarkt auf JapanischUnsere Sorgen waren aber unbegründet! Es gab sogar einen einen Münchener Weihnachtsmarkt (ausgesprochen „Myunhen kurisumasu-shi“). Der Weihnachtsmarkt lag mitten im Stadtzentrum und war direkt unter dem Fernsehturm aufgebaut. Es fanden sich dort viele deutsche Spezialitäten: Gebrannte Mandeln, Brezeln, Nürnberger Würstchen, Weißwürste und natürlich Glühwein. Zusätzlich konnten deutsches Handwerk und japanisches Glaskunsthandwerk mit weihnachtlichen Motiven bewundert werden.
Nachdem wir in Weinachtsstimmung waren, mussten wir nun noch eine Kirche finden, aber das ist gar nicht so leicht. Nachdem wir die protestantisch-amerikanische Kirche wegen eines Darstellungsfehlers auf der Webseite nicht finden konnten, fragten wir uns – immerhin schon nach 18 Uhr am Heiligen Abend – nach einer anderen Kirche durch. Es war eine katholische Kirche, die uns freundlich und warmherzig aufgenommen hat. Der Gottesdienst ähnelte sehr dem üblichen Ablauf. Freudig überrascht hat uns, dass in der Kirche auf einer Orgel aus Deutschland gespielt wurde. Sogar die Lieder klangen bekannt (nur der Text war anders): Stille Nacht, Es ist ein Ros entsprungen und andere in Deutschland bekannte Lieder, wie Gloria in excelsis deo und In dulci iubilo... Wir waren sprachlos!
Anschließend – und das ist anderes als bei uns – versammelten sich viele Kirchenmitglieder im Gemeindesaal und feierten zusammen Weihnachten. Mehrere Leute hatten selbstgemachtes Sushi und andere japanische und europäische Köstlichkeiten mitgebracht. Es sag dann schließlich ein international zusammengesetzter Chor, dem mich spontan anschließen durfte, englische und amerikanische Weihnachtslieder.

Weihnachtsessen

Als anschließenden Weihnachtsschmaus kauften wir uns in einem Supermarkt eine typisch japanische Weihnachtsplatte mit gebratenen Meeresfrüchten, Frühlingsrollen, süß-sauren Fleischbällen, aber auch Schnitzel und Schweinebratenscheiben.

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